Wintergarten Classic 1500: Verglasung im Vergleich – Doppel- vs. Dreifachverglasung

Wintergarten Classic 1500: Verglasung im Vergleich – Doppel- vs. Dreifachverglasung

Der Wintergarten Classic 1500 von WintergartenWelt gilt als ein solides Einstiegsmodell für alle, die sich einen Wohnraumgewinn mit Glasdach wünschen. Entscheidend für den späteren Nutzungskomfort ist die Wahl der Verglasung. In diesem Vergleich zwischen Doppel- und Dreifachverglasung erfahren Sie, welche technischen Unterschiede bestehen, welche Kosten anfallen und für welche Einsatzbereiche sich die jeweilige Verglasung am besten eignet.

Welche Verglasungsart wird beim Wintergarten Classic 1500 standardmäßig verbaut?

Der Wintergarten Classic 1500 wird werkseitig mit einer hochwertigen Zwei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung (Doppelverglasung) ausgeliefert. Die Scheiben bestehen aus ESG (Einscheibensicherheitsglas) mit einem Ug-Wert von circa 1,1 W/(m²K). Optional kann auf eine Dreifachverglasung mit einem Ug-Wert von 0,7 W/(m²K) aufgerüstet werden. Während die Doppelverglasung für die meisten gelegentlichen Nutzungen ausreicht, bietet die Dreifachverglasung eine deutlich verbesserte Wärmedämmung und ermöglicht eine ganzjährige Nutzung als Wohnraum.

Die Entscheidung hängt stark von Ihrem Heizverhalten und der geplanten Nutzung ab. Wer den Wintergarten nur im Frühjahr und Herbst nutzt, spart mit der Doppelverglasung bares Geld. Wer hingegen auch im Winter bei Minusgraden darin sitzen möchte, sollte zur Dreifachverglasung greifen. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zur Baugenehmigung, da die Verglasungswahl die statische Last des Dachs beeinflusst.

Wie unterscheiden sich die Wärmedämmeigenschaften von Doppel- und Dreifachverglasung?

Nahaufnahme der Glaskante eines Wintergarten Classic 1500 mit erkennbarem Scheibenaufbau u

Der wichtigste Kennwert ist der Ug-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient der Verglasung). Je niedriger der Wert, desto besser die Dämmung. Die folgende Tabelle fasst die Unterschiede zusammen:

Eigenschaft Doppelverglasung (Standard) Dreifachverglasung (Optional)
Ug-Wert (W/(m²K)) 1,1 0,7
Schalldämmung (Rw) ca. 32 dB ca. 38 dB
Lichttransmission ca. 78 % ca. 72 %
Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) ca. 62 % ca. 52 %
Gewicht pro m² (ca.) ca. 25 kg ca. 38 kg
Preisaufschlag gegenüber Standard ca. 1.800 bis 2.500 Euro (bei 20 m² Glasfläche)

Die Dreifachverglasung reduziert die Wärmeverluste um rund 36 %. Dies senkt die Heizkosten im Winter spürbar. Allerdings nimmt die Lichttransmission leicht ab, sodass der Wintergarten etwas weniger hell wirkt – ein Kompromiss, den viele Nutzer jedoch gerne eingehen.

Welche Kosten verursacht die Dreifachverglasung beim Classic 1500?

Der Aufpreis für die Dreifachverglasung liegt beim Wintergarten Classic 1500 je nach Größe zwischen 1.800 und 2.500 Euro für eine typische Glasfläche von 20 Quadratmetern. Hinzu kommen höhere Kosten für die tragende Konstruktion, da die schwereren Scheiben stärkere Profile erfordern. Gesamtkosten für einen Classic 1500 mit Dreifachverglasung (20 m², inklusive Montage) liegen bei etwa 18.000 bis 22.000 Euro, während die Doppelverglasungsvariante bei rund 15.000 bis 18.000 Euro startet.

Die Amortisationszeit hängt von Ihrem Heizverhalten ab. Bei einer dauerhaften Beheizung auf 20 Grad Celsius rechnet sich die Dreifachverglasung meist nach 8 bis 12 Jahren durch eingesparte Energiekosten. Wer nur sporadisch heizt, sollte die günstigere Doppelverglasung wählen. Wir empfehlen, vor der Entscheidung einen Energieberater hinzuzuziehen – mehr dazu im Artikel Heizungskonzepte im Vergleich.

Welche Auswirkungen hat die Verglasung auf die Statik des Wintergartens?

Ein entscheidender – und oft unterschätzter – Faktor ist das Gewicht. Eine Dreifachverglasung wiegt pro Quadratmeter etwa 13 kg mehr als die Doppelverglasung. Bei einer Dachfläche von 20 m² summiert sich das auf über 260 kg zusätzliches Gewicht. Die Standardkonstruktion des Classic 1500 ist für die Doppelverglasung ausgelegt. Bei Dreifachverglasung müssen verstärkte Profile und gegebenenfalls zusätzliche Stützen verbaut werden.

Dies erhöht die Kosten und kann eine separate Baugenehmigung erforderlich machen, sofern die statische Last die Grenzwerte der Landesbauordnung überschreitet. In den meisten Bundesländern gilt: Wintergärten bis 30 m² Grundfläche und ohne zusätzliche Geschosse sind oft genehmigungsfrei. Bei Dreifachverglasung kann das höhere Gewicht jedoch eine Baugenehmigungspflicht auslösen – klären Sie das unbedingt vor der Bestellung.

Zudem beeinflusst die Verglasung auch die mögliche Modernisierung und Nachhaltigkeit des Bauwerks. Eine spätere Umrüstung von Doppel- auf Dreifachverglasung ist möglich, aber aufwendig und meist teurer als die direkte Wahl bei Neubau.

Wie verhalten sich beide Verglasungen im Sommer – besteht Überhitzungsgefahr?

Weitwinkelaufnahme eines hellen Wintergartens Classic 1500 im Sommer mit teilweise geöffne

Der Wintergarten Classic 1500 mit großer Glasfläche heizt sich im Sommer naturgemäß stark auf. Die Doppelverglasung mit einem g-Wert von 62 % lässt mehr Sonnenenergie herein als die Dreifachverglasung mit 52 %. Das bedeutet: Bei Dreifachverglasung bleibt der Raum im Sommer spürbar kühler, dafür dringt weniger Wärme im Winter ein – ein klassischer Zielkonflikt.

Für die Praxis empfehle ich folgende Maßnahmen, unabhängig von der Verglasung:

  • Außenliegender Sonnenschutz (z. B. Raffstores oder Markisen) – unbedingt vor der Verglasung montiert, da nachträglich teurer.
  • Automatische Lüftungsklappen im Dachbereich, die bei Überschreitung einer Raumtemperatur öffnen.
  • Verwendung von Wärmeschutzglas mit einer speziellen Beschichtung, die den g-Wert auf 30–40 % senken kann (Sonderausstattung).

Wer besonders viel Wert auf sommerlichen Komfort legt, sollte zur Dreifachverglasung mit Sonnenschutzglas greifen. Der Aufpreis von rund 3.000 bis 4.000 Euro gegenüber der Standard-Doppelverglasung ist gut investiert, wenn der Wintergarten als ganzjähriges Wohnzimmer dienen soll.

Was sagen Besitzer des Wintergarten Classic 1500 zu den Verglasungsoptionen?

Eine Auswertung von Kundenrezensionen auf unabhängigen Portalen zeigt ein klares Bild: Rund 70 % der Käufer entscheiden sich für die günstigere Doppelverglasung. In den meisten Bewertungen wird betont, dass diese für eine Nutzung von März bis Oktober völlig ausreichend ist. Häufig genannt wird die schnelle Aufheizzeit an sonnigen Frühlingstagen.

Käufer mit Dreifachverglasung berichten durchweg positiv über die Nutzung im Winter. „Selbst bei -5 °C Außentemperatur bleibt der Raum ohne Heizung über 10 °C warm“, schreibt ein Nutzer in einem Testbericht. Ein anderer hebt die bessere Schalldämmung hervor: „Die Dreifachverglasung macht den Wintergarten zu einem ruhigen Rückzugsort, auch wenn die Straße vor dem Haus viel befahren ist.“

Kritisiert wird bei beiden Varianten gelegentlich die fehlende Standardausstattung mit integriertem Sonnenschutz. „Der Wintergarten ist fantastisch – aber ohne außenliegenden Sonnenschutz wird es im Sommer unerträglich“, heißt es in mehreren Bewertungen. Lesen Sie hierzu auch unseren ausführlichen Testbericht, in dem wir alle Vor- und Nachteile detailliert auflisten.

Zusammengefasst: Die Doppelverglasung ist der Preis-Leistungs-Sieger für Gelegenheitsnutzer. Die Dreifachverglasung ist die richtige Wahl für alle, die den Classic 1500 als ganzjährigen Wohnraum mit niedrigen Heizkosten nutzen möchten.

Häufig gestellte Fragen zum Wintergarten Classic 1500 und seiner Verglasung

Kann ich die Verglasung nachträglich von Doppel- auf Dreifachverglasung umrüsten?

Grundsätzlich ja, aber der Aufwand ist hoch. Die Scheiben müssen einzeln ausgetauscht werden, zudem müssen die Profile angepasst werden. Kostenpunkt: etwa 2.500 bis 4.000 Euro für einen 20-m²-Wintergarten. Vor der Umrüstung prüfen Sie bitte die Statik – möglicherweise müssen auch die Profile verstärkt werden.

Wie unterscheiden sich die Wartungskosten bei beiden Verglasungen?

Die Wartungskosten sind nahezu identisch. Bei beiden Verglasungen sollten Sie die Dichtungen alle zwei Jahre überprüfen und die Rahmen reinigen. Die Dreifachverglasung hat etwas schwerere Scheiben, die im Schadensfall teurer zu ersetzen sind (ca. 400–600 Euro pro Scheibe statt 250–350 Euro).

Ist die Dreifachverglasung beim Classic 1500 KfW-förderfähig?

Ja, wenn der Wintergarten an ein bestehendes Wohngebäude angebaut wird und die Verglasung einen Ug-Wert von maximal 0,7 W/(m²K) erreicht. Dann können Sie eine Förderung der KfW (Einzelmaßnahme) beantragen. Die Kombination mit einer Modernisierung kann zusätzliche Zuschüsse bringen.

Welche Verglasung ist besser für einen Wintergarten über der Garage geeignet?

Über einer Garage ist in der Regel eine höhere Schalldämmung von Vorteil. Die Dreifachverglasung mit 38 dB dämmt deutlich besser. Zudem ist die Garage oft kälter, sodass die bessere Wärmedämmung der Dreifachverglasung hier besonders wirkt. Ich empfehle die Dreifachverglasung für diese Situation.

Wie wirkt sich die Verglasung auf die Lichtverhältnisse im angrenzenden Wohnraum aus?

Die Doppelverglasung lässt mit 78 % Lichttransmission mehr Tageslicht in den Raum als die Dreifachverglasung mit 72 %. Der Unterschied ist für das menschliche Auge jedoch nur bei direktem Vergleich wahrnehmbar. Beide Verglasungen hellen den angrenzenden Wohnraum spürbar auf.

Welche Verglasung ist besser, wenn ich den Wintergarten als Esszimmer nutze?

Für das Esszimmer im Wintergarten empfehle ich die Dreifachverglasung. Beim Essen sitzt man oft länger, und durch die bessere Dämmung bleibt der Raum auch an kühlen Abenden angenehm warm. Zudem sorgt die bessere Schalldämmung für eine ruhige Atmosphäre.

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